„Die Wahrheit des Seyns ist das Ereignis.“ (p. 70) #Heidegger #Wahrheit #Seyn #Ereignis
Adorno: Liebe
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„Dem Gekränkten, Zurückgesetzten geht etwas auf, so grell wie heftige Schmerzen den eigenen Leib beleuchten. Er erkennt, daß im Innersten der verblendeten Liebe, die nichts davon weiß und nichts wissen darf, die Forderung des Unverblendeten lebt. Ihm geschah unrecht; daraus leitet er den Anspruch des Rechts ab und muß ihn zugleich verwerfen, denn was er wünscht, kann nur aus Freiheit kommen. In solcher Not wird der Verstoßene zum Menschen. Wie Liebe unabdingbar das Allgemeine ans Besondere verrät, in dem allein jenem Ehre widerfährt, so wendet tödlich nun das Allgemeine als Autonomie des Nächsten sich gegen sie. Gerade die Versagung, in der das Allgemeine sich durchsetzte, erscheint dem Individuum als Ausgeschlossensein vom Allgemeinen; der Liebe verlor, weiß von allen sich verlassen, darum verschmäht er den Trost.“ (p. 308) #Adorno #Liebe
Welzer: Eigenverantwortung
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„Zum Wertehorizont bürgerlicher und kleinbürgerlicher Kultur im Nachkriegsdeutschland gehörte nicht nur Sparsamkeit, sondern auch – bei aller Wertschätzung von Autoritätsverhältnissen – Eigenverantwortung. Gefasst in die markige Formulierung »für etwas geradestehen« galten Verfehlungen dann als heilbar, wenn man sich zu ihnen bekannte und zerknirscht bereit war, die Konsequenzen zu tragen: Strafe auf sich zu nehmen, einen Schaden zu beseitigen oder zu mildern usw. Das Selbstideal, für etwas geradezustehen, was man angerichtet hat, bedeutet auch, die Konsequenzen des eigenen Handelns abzuwägen und etwas nur dann zu tun, wenn man es nach Lage der Dinge verantworten kann. Es ermöglicht daher auch, Risiken einzugehen und Grenzen zu überschreiten, im Bewusstsein dessen, dass man für die Folgen solcher Überschreitung verantwortlich ist und auch sein kann. Damit hält Eigenverantwortung die Verbindung zwischen Entscheidung und Folgen aufrecht, die notwendig für achtsames Verhalten ist.“ (p. 137) #Welzer #Eigenverantwortung #Risiken
Frick: Die Gabe
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„Der Wert von Gaben lässt sich weder materiell noch universell festlegen. Die Be-Wertung setzt einen besonderen Begriff des Maßes voraus. Im Gabentausch herrscht ein Tabu der Berechnung und damit ein Tabu der Bepreisung, da der Versuch, die für den Gabentausch bedeutsamen Beziehungen mithilfe eines Preises zu bewerten oder gewisse Gabenleistungen in Form von Lohn zu vergüten, diesen Geschenken den Gabencharakter nehmen würde“. (p. 46) #Frick #Gabe
Adorno: Innerlichkeit
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„Auch bei verschlossenen Menschen ist oft ungewiß, ob die Tiefe ihrer Innerlichkeit, wie sie zu verstehen geben, vor Profanation schaudert, oder ob ihre Kälte so wenig etwas zu sagen hat wie irgend etwas ihr.“ (p. 122) #Adorno #VerschlosseneMenschen #Innerlichkeit