Heidegger: Sprachphilosophie

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“Seynsgeschichtlich erfahren wir jedoch, daß wir das Wort nicht werkzeuglich in der Art von Wörtern auf die Gegenstände anwenden, sondern im ungegenständlichen Wort erst nicht nur Gegenstände, sondern überhaupt Seiendes vernehmen. Wo ist denn »das Wort«, wenn es nicht als menschliches Gemächte nur dem Ding angeheftet ist? Die Metaphysik der Sprache als die Verkennung des Wesens des Wortes fragt weder nach diesem »Wo?«, noch vermag sie, es zu bestimmen. Sie flüchtet sich, falls ihr die Frage begegnet, eilig zum sprechenden Menschen zurück. Wenn uns im Wort erst – oder auch im noch nicht gefundenen »Wort« – das Seiende erst als dieses entgegenkommt, und wenn das Seiende nur im Sein geeignet wird zum Seienden, dann muß das Wort zum Sein selbst gehören und darf nur aus der Wahrheit des Seyns erfragt werden.

Mit diesem Schritt ist alle »Sprachphilosophie« überwunden.” (p. 72) #Heidegger #Wort #Ding #Sprache #Sprachphilosophie

Heidegger, Martin, Zum Wesen der Sprache; herausgegeben von Thomas Regehly; Bd. 74 (Gesamtausgabe). Frankfurt a.M.: Klostermann 2010.

Adorno: Das Heideggersche Sein zum Tode

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“Das Heideggersche Sein zum Tode steht irrational wider seine irrationale Verdrängung. Diese wird erzwungen vom konventionalisierten, nach der Warenform gemodelten Leben; nicht von einer sei’s auch negativen Struktur des Seins.” (p. 116) #Adorno #Heidegger #SeinzumTode

Adorno, Theodor W., Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1997.

Heidegger: Der Wille zur Macht

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“Der Wille zur Macht ist der Grundcharakter des Seienden im Ganzen, das »Sein« des Seienden, und zwar in dem weiten Sinne, der auch das Werden als Sein zuläßt, wenn anders das Werden »nicht nichts ist«.” (II, p. 232) #Heidegger #WillezurMacht #Sein #Werden

Heidegger, Martin, Nietzsche, 2 Bde.. Stuttgart: Neske 61998.