Adorno: Die zeitgemäße deutsche Ideologie

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„Die zeitgemäße deutsche Ideologie hütet sich vor faßbaren Lehren wie der liberalen oder selbst der elitären. Sie ist in die Sprache gerutscht. Soziale und anthropologische Änderungen brachten es dahin, ohne daß doch der Schleier zerrissen wäre.“ (p. 126) #Adorno #Ideologie #Sprache #Schleier

Adorno: Der Jargon

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„Der Jargon, in seiner objektiven Unmöglichkeit, reagiert auf die heraufdämmernde von Sprache selbst. Entweder diese verschreibt sich dem Markt, dem Gewäsch, der herrschenden Gemeinheit. Oder sie drängt sich auf den Richterstuhl, hüllt sich in den Talar und bekräftigt dadurch das Privileg. Der Jargon ist die glückliche Synthesis, und darüber explodiert er.“ (p. 127) #Adorno #Jargon

Adorno: Das sprachliche Brimborium

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„Erbe der zerfallenen Stringenz des Systems ist das wirksame sprachliche Brimborium. Freilich kippt es, als nichtige Veranstaltung, immer wieder aus den Pantinen und stolpert in Quatsch.“ (p. 67) #Adorno #Sprache

Adorno: Philosophie

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„Philosophie, die einmal überholt schien, erhält sich am Leben, weil der Augenblick ihrer Verwirklichung versäumt ward. Das summarische Urteil, sie habe die Welt bloß interpretiert, sei durch Resignation vor der Realität verkrüppelt auch in sich, wird zum Defaitismus der Vernunft, nachdem die Veränderung der Welt mißlang.“ (p. 13) #Adorno #Philosophie #Vernunft

Adorno: Der Begriff der Universalgeschichte

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„Der Begriff der Universalgeschichte, von dessen Gültigkeit die Hegeische Philosophie ähnlich inspiriert ist wie die Kantische von der der mathematischen Naturwissenschaften, wurde desto proble­matischer, je mehr die vereinheitlichte Welt einem Gesamtprozeß sich annäherte.“ (p. 311) #Adorno #Universalgeschichte #Hegel #Kant