Sartre: Die Freiheit

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„Was ich auch für die Freiheit des andern tue, meine Bemühungen beschränken sich darauf, wie wir gesehen haben, den andern als Instrument zu behandeln und seine Freiheit als transzendierte-Transzendenz zu set­zen; was aber andererseits die Fähigkeit zum Zwang sein mag, über die ich verfüge, ich werde den Andern nur in seinem Objekt-sein erreichen. Ich kann seiner Freiheit im­mer nur Gelegenheiten bieten, sich zu manifestieren, ohne daß es mir jemals gelänge, sie zu vergrößern oder zu verkleinern, sie zu lenken oder mich ihrer zu bemächtigen.“ (p. 715) #Sartre #Freiheit

Sartre, Jean-Paul, Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie; herausgegeben von Traugott König. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1991. 1160 S., ISBN 3 498 06262 x.

Röttgers: Die Medialitätszentrierung in der Postmoderne

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„Aber diese Luthersche, die Moderne insgesamt leitende Auflösung des Widerspruchs ist zu einfach. Wenn, wie wir uns in der Postmoderne überzeugen mussten, das Soziale, das uns medial verbindet, ein kommunikativer Text ist, dann versagt an diesem Zwischen die simple Trennung von Innen und Außen, von wahrer, innerer Freiheit und bloß äußerlicher Freiheit, letztere bei Kant gar karikiert als »Freiheit eines Bratenwenders«. Die simple Trennung verdankt sich einer Subjektzentrierung in der Sozialphilosophie, die aber in der Postmoderne einer Medialitätszentrierung weichen musste.“ (p. 582) #Röttgers #Kant #Moderne #Postmoderne #KommunikativerText #Zwischen #Freiheit #Sozialphilosophie #Subjektzentrierung #Medialitätszentrierung

Röttgers, Kurt, Das Soziale denken. Leitlinien einer Philosophie des kommunikativen Textes. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2021. 756 S., ISBN 978-3-95832-239-4.

Bloch: Freiheit und Wahl

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„Auf dem Weg zu uns selber geht es auch vieldeutig her. Frei sein, so heißt es, das ist, zwischen zwei oder mehreren Dingen wählen zu können. Aber dieser sogenannte Freie hat die Dinge selber, zwischen denen es zu wählen gibt, sich sehr selten ausgesucht. Und dann, wie soll sich der Wählende weiter verhalten, nachdem er sich entschieden hat? Es käme nun darauf an, zu dem gewillt zu bleiben, was nach Herzenslust bejaht worden ist.“ (p. 1103) #Bloch #Freiheit #Wahl

Bloch, Ernst, Das Prinzip Hoffnung, 3 Bde. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 31976.

Welzer: Die smarte Diktatur

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„Hier entsteht ein neuer Typ von Diktatur. Die smarte Diktatur. Und wenn man nicht gegen sie kämpft, bedeutet das: das Ende der Freiheit.“ (p. 19) #Welzer #Diktatur #Freiheit

Welzer, Harald, Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit. Frankfurt a.M.: S. Fischer 2016.

Sartre: Freiheit

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„Diese Freiheit, die sich uns in der Angst enthüllt, läßt sich durch die Existenz dieses nichts [rien] kennzeichnen, das sich zwischen die Motive und die Handlung ein­schiebt. Nicht weil ich frei bin, entgeht meine Handlung der Bestimmung der Motive, sondern im Gegenteil, die Struktur der Motive als unwirksamer ist Bedingung meiner Freiheit.“ (p. 99) #Sartre #Freiheit #Angst #Nichts #Handlung

Sartre, Jean-Paul, Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie; herausgegeben von Traugott König. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1991. 1160 S., ISBN 3 498 06262 x.