Habermas: Das Prinzip der Subjektivität

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“In der Moderne verwandeln sich also das religiöse Leben, Staat und Gesellschaft, sowie Wissenschaft, Moral und Kunst in ebensoviele Verkörperungen des Prinzips der Subjektivität. Deren Struktur wird als solche erfaßt in der Philosophie, nämlich als abstrakte Subjektivität in Descartes ›Cogito ergo sum‹, in der Gestalt des absoluten Selbstbewußtseins bei Kant. Es handelt sich um die Struktur der Selbstbeziehung des erkennenden Subjekts, das sich auf sich als Objekt zurückbeugt, um sich wie in einem Spiegelbild — eben »spekulativ« – zu ergreifen. Kant legt diesen reflexionsphilosophischen Ansatz seinen drei »Kritiken« zugrunde. Er setzt die Vernunft als den obersten Gerichtshof ein, vor dem sich rechtfertigen muß, was überhaupt auf Gültigkeit Anspruch erhebt.” (p. 29) #Habermas #Subjektivität #Descartes #Kant #Vernunft

Habermas, Jürgen, Der philosophische Diskurs der Moderne: Zwölf Vorlesungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 1985. 450 S.

Hegel: Der Schluß

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“Der Schluß ist daher nicht nur vernünftig, sondern alles Vernünftige ist ein Schluß. Das Schließen ist von langer Zeit her der Vernunft zugeschrieben worden”. (p. 258) #Hegel #Schluß #Vernunft

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Wißenschaft der Logik. Zweiter Teil 21831.

Serres: Die beste aller Macht

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“Die beste aller Macht ist die der Vernunft: die Fortführung der Unvernunft mit dauerhafteren Mitteln: mit jenen, die wir Kultur und Wissenschaft nennen” (p. 109) #Serres #Macht #Vernunft #Unvernunft #Kultur #Wissenschaft

Serres, Michel, Ablösung. Eine Lehrfabel mit einer Bibliographie von Reinhold Clausjürgens; übersetzt von Klaus Boer. München: Boer 1988. 139 S., ISBN 978-3-924963-04-0.

Kant: Menschliche Vernunft

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“Es ist demütigend für die menschliche Vernunft, daß sie in ihrem Gebrauche nichts ausrichtet”. (p. 824) #Kant #Vernunft

Kant, Immanuel, Critik der reinen Vernunft. Riga: Johann Friedrich Hartknoch 21787.

Kant: Maximen der Vernunft

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“Ich nenne alle subjektive Grundsätze, die nicht von der Beschaffenheit des Objekts, sondern dem Interesse der Vernunft, in Ansehung einer gewissen möglichen Vollkommenheit der Erkenntnis dieses Objekts, hergekommen sind, Maximen der Vernunft.” (p. 694) #Kant #Maximen #Vernunft

Kant, Immanuel, Critik der reinen Vernunft. Riga: Johann Friedrich Hartknoch 21787.