Hegel: Der Begriff

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Der Begriff ist von dieser Seite zunächst überhaupt als das Dritte zum Sein und Wesen, zum Unmittelbaren und zur Reflexion anzusehen. Sein und Wesen sind insofern die Momente seines Werdens; er aber ist ihre Grundlage und Wahrheit, als die Identität, in welcher sie untergegangen und enthalten sind. Sie sind in ihm, weil er ihr Resultat ist, enthalten, aber nicht mehr als Sein und als Wesen; diese Bestimmung haben sie nur, insofern sie noch nicht in diese ihre Einheit zurückgegangen sind.” (p. 50) #Hegel #Begriff

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Wißenschaft der Logik. Zweiter Teil 21831.

Hegel: Der Schluß

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“Der Schluß ist somit der vollständig gesetzte Begriff; er ist daher das Vernünftige.” (p. 257) #Hegel #Schluß

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Wißenschaft der Logik. Zweiter Teil 21831.

Günther: Unbestimmtheitsrelation

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“Das logische Problem der Unbestimmtheitsrelation läuft nun darauf hinaus, dass nur für den theoretischen Physiker Ort und Impuls voll konjunktiv gegeben sind. D.h. beide sind hier in einem System der mathematischen Reflexion vereinigt und “und” hat hier die Bedeutung p∧Dq. Anders liegen die Dinge für den experimentellen Beobachter! Er arbeitet in zwei komplementären Beobachtungssystemen, die entweder Ort oder Impuls ergeben. Es tritt also auf experimenteller Basis ein disjunktives Element ein, das die ursprüngliche Konjunktion abschwächt. Nur abschwächt! Denn die Konjunktion als solche bleibt bestehen!” (p. 3) #Günther #Unbestimmtheitsrelation

Günther, Gotthard, Dreiwertige Logik und die Heisenberg’sche Unbestimmtheitsrelation (herausgegeben von J. Paul), in: www.vordenker.de (2009), 1–5.

Hegel: Verstand und Vernunft

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“Der Verstand bestimmt und hält die Bestimmungen fest; die Vernunft ist negativ und dialektisch, weil sie die Bestimmungen des Verstands in Nichts auflöst; sie ist positiv, weil sie das Allgemeine erzeugt, und das Besondere darin begreift. Wie der Verstand als etwas Getrenntes von der Vernunft überhaupt, so pflegt auch die dialektische Vernunft als etwas Getrenntes von der positiven Vernunft genommen zu werden. Aber in ihrer Wahrheit ist die Vernunft Geist, der höher als Beides, verständige Vernunft, oder vernünftiger Verstand ist. Er ist das Negative, dasjenige, welches die Qualität sowohl, der dialektischen Vernunft, als des Verstandes ausmacht;–er negirt das Einfache, so setzt er den bestimmten Unterschied des Verstandes, er löst ihn eben so sehr auf, so ist er dialektisch.” (Vorrede zur ersten Auflage) #Hegel #Verstand #Vernunft

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Wißenschaft der Logik. Erster Teil. Die objektive Logik. Mit einem Vorwort von Leopold v. Henning. Berlin 1841.

Hegel: Begriff der Logik

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“Der bisherige Begriff der Logik beruht auf der im gewöhnlichen Bewußtseyn ein für allemal vorausgesetzten Trennung des Inhalts der Erkenntniß und der Form derselben, oder der Wahrheit und der Gewißheit. Es wird erstens vorausgesetzt, daß der Stoff des Erkennens, als eine fertige Welt außerhalb des Denkens, an und für sich vorhanden, daß das Denken für sich leer sey, als eine Form äußerlich zu jener Materie hinzutrete, sich damit erfülle, erst daran einen Inhalt gewinne und dadurch ein reales Erkennen werde.” (Einleitung) #Hegel #Logik #Denken

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Wißenschaft der Logik. Erster Teil. Die objektive Logik. Mit einem Vorwort von Leopold v. Henning. Berlin 1841.