Habermas: Von der Genealogie des Wissens zur wahren Objektivität der Erkenntnis

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“Mit der Wende zur Machttheorie verbindet Foucault nämlich die Erwartung, seine Forschungen aus jenem Zirkel herauszuführen, in dem die Humanwissenschaften hoffnungslos gefangen seien. Während das anthropozentrische Denken durch die Dynamik der bodenlosen Selbstbemächtigung eines reflexiv gewordenen Subjekts in den Strudel des Objektivismus, d.h. der Vergegenständlichung des Menschen hineingezogen wird, soll sich die Genealogie des Wissens zur wahren Objektivität der Erkenntnis erheben.” (p. 323) #Habermas #Foucault #Machttheorie #Subjekt #Wissen #Erkenntnis

Habermas, Jürgen, Der philosophische Diskurs der Moderne: Zwölf Vorlesungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 1985. 450 S.

Habermas: Die kommunikative Alltagspraxis

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“Die kommunikative Alltagspraxis ist in sich gleichsam reflektiert. Freilich ist »Reflexion« nicht mehr eine Sache des Erkenntnissubjekts, das sich objektivierend auf sich bezieht. An die Stelle dieser vorsprachlich-einsamen Reflexion tritt die ins kommunikative Handeln eingebaute Schichtung von Diskurs und Handeln. Denn die faktisch erhobenen Geltungsansprüche verweisen direkt oder mittelbar auf Argumentationen, in denen sie bearbeitet und gegebenenfalls eingelost werden können. Dieser argumentative Streit über hypothetische Geltungsansprüche läßt sich als Reflexionsform kommunikativen Handelns beschreiben – eine Selbstbezüglichkeit, die ohne den in die Grundbegriffe der Subjektphilosophie aufgenommenen Zwang zur Objektivierung auskommt.” (p. 375f.) #Habermas #Alltagspraxis #KommunikativesHandeln

Habermas, Jürgen, Der philosophische Diskurs der Moderne: Zwölf Vorlesungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 1985. 450 S.

Neu :: Habermas: Auch eine Geschichte der Philosophie

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“Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft.

Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, »was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt für uns bedeuten – für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«.” #Habermas #Geschichte #Philosophie

Habermas, Jürgen, Auch eine Geschichte der Philosophie: Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen – Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen. Berlin: Suhrkamp Verlag 2019. 1700 S., ISBN 978-3-518-58734-8.

Habermas: Warenform der Arbeit

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“Die Warenform der Arbeit ist Ideologie, weil sie die Unterdrückung eines zwanglos dialogischen Verhältnisses zugleich verheimlicht und ausdrückt”. (p. 82) #Habermas #Arbeit

Habermas, Jürgen, Erkenntnis und Interesse. Frankfurt/M.: Suhrkamp 41977.

Habermas: Unterdrückung einer Kommunikation

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“Der institutionell befestigten Unterdrückung einer Kommunikation, durch die eine Gesellschaft in soziale Klassen sich spaltet, entspricht die Fetischisierung der wahren gesellschaftlichen Beziehungen.” (p. 82) #Habermas #Unterdrückung #Kommunikation #Klassen

Habermas, Jürgen, Erkenntnis und Interesse. Frankfurt/M.: Suhrkamp 41977.