Neu :: Sarasin: 1977: Eine kurze Geschichte der Gegenwart

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“1977 startete die RAF ihre »Offensive 77«, wurde in Paris das Centre Pompidou eröffnet, in Kalifornien der Apple II lanciert – und das Internet erfunden. Was bedeuten diese merkwürdigen Gleichzeitigkeiten? Warum sprach zur selben Zeit Jimmy Carter von den »human rights«, sprachen schwarze Aktivistinnen von »identity politics«, Esoteriker vom »New Age« und Architektinnen von »symbolischen Formen«? Warum gleichzeitig Punk, Disco und Hip-Hop? Und warum sagte Michel Foucault 1977: »Wir müssen ganz von vorne beginnen«?

Philipp Sarasin untersucht in seinem Buch die Linien, Muster und Ähnlichkeiten, die diese und andere Ereignisse des Jahres 1977 miteinander verbinden – und er erzählt davon, wie der Glaube an ein gemeinsames Allgemeines, der die Moderne formte, zu zerbröckeln begann. 1977 führt uns ein Jahr vor Augen, in dem nur die Unsicherheit gewiss und die Ahnung verbreitet war, dass die alten Koordinaten der industriellen Gesellschaft in Zukunft keine Orientierung mehr bieten würden. Eine phänomenale Zeitreise in die Geschichte unserer Gegenwart.” #Sarasin #Foucault #1977 #Post-Moderne #Geschichte #Gegenwart

Sarasin, Philipp, 1977: Eine kurze Geschichte der Gegenwart. Berlin: Suhrkamp 2021. 502 S., ISBN 978-3-518-58763-8.

Vuillemin: Les sciences humaines

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“Il y a un paradoxe des sciences humaines, surtout du rapport entre la philosophie et son passé. L’historien de la philosophie croit souvent que, pour rester philosophe, il doit apprêter la réalité. Il conçoit alors sa tâche à la façon d’un Dialogue des morts. Il donne beaucoup pour recevoir un peu. L’intérêt de l’histoire est à ce prix que les Modernes ne peuvent gagner qu’autant que perdent les Anciens.” (p. 2) #Vuillemin #philosophie #histoire #SciencesHumaines

Vuillemin, Jules, Physique et métaphysique Kantiennes. Paris: PUF 21987, ISBN 0763-9538.

Neu :: Koselleck/Schmitt: Der Briefwechsel: 1953-1983

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“Drei Jahrzehnte lang, von 1953 bis 1983, korrespondierten der Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) und der Historiker Reinhart Koselleck (1923-2006) miteinander. Der Austausch zwischen dem ehemaligen »Kronjuristen des Dritten Reiches« und dem späterhin »bedeutendsten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit) behandelt nicht nur die zentralen Schriften der beiden Protagonisten, sondern auch Kosellecks Werdegang im westdeutschen Hochschulbetrieb und Schmitts Lage am Rand des akademischen Feldes. Maßgebliche Zeitgenossen wie Blumenberg, Habermas und Heidegger finden darin ebenso ihren Platz wie historische Fragen und Begriffe sowie aktuelle politische Entwicklungen. Eine Gelehrtenkorrespondenz im Zeichen von »Kritik und Krise« – und zugleich ein wichtiges Kapitel der bundesrepublikanischen Ideengeschichte.

Die Edition gilt einerseits Reinhart Kosellecks bedeutendstem Briefwechsel, dem an Umfang, Dauer und Intensität kein anderer gleichkommt – eine zentrale Quelle für die intellektuelle Biografie des Historikers. Auf der anderen Seite gewährt sie neue Einblicke in Leben und Werk Carl Schmitts, eines Juristen und politischen Theoretikers, an dem das öffentliche kritische Interesse ungebrochen ist.” #Koselleck #Schmitt #Briefwechsel

Koselleck, Reinhart/Schmitt, Carl, Der Briefwechsel: 1953-1983; herausgegeben von Jan Eike Dunkhase. Berlin: Suhrkamp Verlag 2019. 459 S., ISBN 978-3-518-58741-6.

Deleuze/Guattari: Universalgeschichte

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“Es gibt eine Universalgeschichte, aber sie ist eine Geschichte der Kontingenz”. (p. II) #Deleuze #Guattari #Universalgeschichte #Kontingenz

Deleuze, Gilles/Guattari, Félix, Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie II. Berlin: Merve 1997.

Hegel: Die Geschichte

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“Die andere Seite aber seines Werdens, die Geschichte, ist das wissende sich vermittelnde Werden — der an die Zeit entäußerte Geist; aber diese Entäußerung ist ebenso die Entäußerung ihrer selbst; das Negative ist das Negative seiner selbst.” (p. 664) #Hegel #Werden #Geschichte #Geist #Entäußerung #Negative

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Phänomenologie des Geistes. Frankfurt/M.: Suhrkamp 21975.