Foucault: Formationssysteme

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“Diese Formationssysteme dürfen nicht für unbewegliche Blöcke, für statische Formen gehalten werden, die sich von außen dem Diskurs auferlegen und ein für allemal seine Merkmale und Möglichkeiten definieren würden. Es sind keine Zwänge, die ihren Ursprung in den Gedanken der Menschen oder im Spiel ihrer Repräsentationen hätten, aber es sind auch keine Determinationen, die, auf der Ebene der Institu­tionen oder der gesellschaftlichen Beziehungen oder der Öko­nomie geformt, sich gewaltsam an der Oberfläche der Dis­kurse umschrieben. Diese Systeme – man hat schon mit Nachdruck darauf hingewiesen – ruhen im Diskurs selbst; oder vielmehr (da es sich nicht um seine Innerlichkeit und um das handelt, was sie enthalten kann, sondern um seine spezifische Existenz und um seine Bedingungen) an seiner Grenze, an jener Grenze, an der die spezifischen Regeln definiert werden, die ihn als solchen existieren lassen. Unter Formationssystem muß man also ein komplexes Bündel von Beziehungen verstehen, die als Regel funktionieren: Es schreibt das vor, was in einer diskursiven Praxis in Beziehung gesetzt werden mußte, damit diese sich auf dieses oder jenes Objekt bezieht, damit sie diese oder jene Äußerung zum Zuge bringt, damit sie diesen der jenen Begriff benutzt, damit sie diese oder jene Strategie organisiert. Ein Formationssystem in seiner besonderen Individualität zu definieren, heißt also, einen Diskurs oder eine Gruppe von Aussagen durch die Regelmäßigkeit einer Praxis zu charakterisieren.” (p. 108) #Foucault #Formationssystem #Diskurs #System #Grenze #Regeln #Praxis

Neu :: Basile: Antike Philosophie

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„Was ist der Ursprung aller Dinge? Welche Prinzipien regeln das Werden und Vergehen? Was ist die Natur der Tugend? Diese und weitere Grundfragen waren der Ausgangspunkt für die Denker der Antiken Philosophie. Pierfrancesco Basile rekonstruiert, analysiert und evaluiert die Antworten auf diese Fragen sowie die Theorien, die daraus entwickelt wurden. In klarer und direkter Darstellung illustriert er abstrakte Begriffe mit Hilfe konkreter Beispiele und erklärt in einem umfangreichen Glossar alle verwendeten Fachbegriffe. Damit liefert er einen einfachen Zugriff auf philosophische Grundlagen, der keine Fachkenntnisse voraussetzt und sich neben Studierenden des Fachs Philosophie auch an ein breiteres Publikum richtet.“ #Basile #AntikePhilosophie

Serres: Die Definition der Philosophie

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„Die Definition der Philosophie ist, die Synthese aller derzeitigen Erkenntnis zu vollziehen und die zukünftige Erkenntnis vorwegzunehmen und zu erfinden. Das ist die philosophische Konstruktion“ (p. 145) #Serres #Rötzer #Philosophie #Erkenntnis #Konstruktion

Foucault: Formationssystem

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„Unter Formationssystem muß man also ein komplexes Bündel von Beziehungen verstehen, die als Regel funktionieren.“ (p. 108) #Foucault #Formationssystem #Beziehungen #Regel

Neu :: Arregi: Matrixiale Philosophie

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„Das Wort Matrix ist virulent in einer Vielzahl von Disziplinen, von den kosmologischen Spekulationen über die Naturwissenschaften und die Techniksprachen bis hin zur Medientheorie. Arantzazu Saratxaga Arregi beleuchtet den Begriff erstmals systematisch in einer philosophischen Lesart und schafft eine in sich selbst schlüssige philosophische Kategorie: das Matrixiale. Auf der Basis der Wortabstammung – Mutter und Gebärmutter – wird dem Terminus eine eigene semantische Anordnung gegeben: Alle Arten von Müttern bilden in sich eine Gattung, Matrix, deren spezifische Differenz im Gebären besteht. Die Zweideutigkeit des Terminus birgt aber eine ontologische Differenz in sich: Die Differenz zwischen der mütterlichen Weltlichkeit und der gebärmutterlichen Weltlosigkeit. Diese mündet in einer Frage zur ontologischen Mehrwertigkeit.“ #Arregi #Matrix