Husserl: Evidenz

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„Evidenz im weitesten Sinne der Selbsterscheinung, des Als-es-selbst-dastehens, als eines Inne-seins eines Sachverhaltes selbst, eines Wertes selbst und dgl., das ist kein zufälliges Vorkommnis im transzendentalen Leben. Vielmehr alle Intentionalität ist entweder selbst ein Evidenzbewußtsein, das ist das cogitatum als es selbst habend, oder wesentlich und horizontmäßig auf Selbstgebung angelegt, darauf gerichtet.“ (p. 22) #Husserl #Evidenz

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Radikalismus philosophischer Selbstverantwortlichkeit

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„Ist nicht am Ende die Trostlosigkeit unserer philosophischen Lage darauf zurückzuführen, daß die von jenen Meditationen ausstrahlenden Triebkräfte ihre ursprüngliche Lebendigkeit eingebüßt haben, und zwar eingebüßt, weil der Geist des Radikalismus philosophischer Selbstverantwortlichkeit verloren gegangen ist?“ (p. 47) #Husserl #Radikalismus #Selbstverantwortlichkeit

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Die Horizontstruktur aller Intentionalität

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„Die H o r i z o n t s t r u k t u r aller Intentionalität schreibt also der phänomenologischen Analyse und Deskription eine total neuartige Methodik vor – eine Methodik, die überall in Aktion tritt, wo Bewußtsein und Gegenstand, wo Meinung und Sinn, reale und ideale Wirklichkeit, Möglichkeit, Notwendigkeit, Schein, Wahrheit, aber auch Erfahrung, Urteil, Evidenz usw. als Titel für transzendentale (in der Parallele für rein psychologische) Probleme auftreten und als echte Probleme des subjektiven „Ursprungs“ in Arbeit genommen werden sollen.“ (p. 86) #Husserl #Horizontstruktur #Intentionalität

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Genetische Phänomenologie

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„Mit der Lehre vom Ich als Pol seiner Akte und als Substrat von Habitualitäten haben wir schon, und in einem bedeutsamen Punkt, die Problematik der phänomenologischen Genesis berührt, und damit die Stufe der genetischen Phänomenologie.“ (p. 103) #Husserl #GenetischePhänomenologie

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Der Philosoph

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„Fürs erste: Jeder, der ernstlich Philosoph werden will, muß sich einmal im Leben auf sich selbst zurückziehen und in sich den Umsturz aller vorgegebenen Wissenschaften und ihren Neubau versuchen. Philosophie ist eine ganz persönliche Angelegenheit des Philosophierenden. Es handelt sich um s e i n e sapientia universalis, das ist um s e i n ins Universale fortstrebendes Wissen – aber um ein echt wissenschaftliches, das er von Anfang an und in jedem Schritte absolut verantworten kann aus s e i n e n absolut einsichtigen Gründen.“ (p. 4) #Husserl #Philosoph

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.