Husserl: Die Horizontstruktur aller Intentionalität

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„Die H o r i z o n t s t r u k t u r aller Intentionalität schreibt also der phänomenologischen Analyse und Deskription eine total neuartige Methodik vor – eine Methodik, die überall in Aktion tritt, wo Bewußtsein und Gegenstand, wo Meinung und Sinn, reale und ideale Wirklichkeit, Möglichkeit, Notwendigkeit, Schein, Wahrheit, aber auch Erfahrung, Urteil, Evidenz usw. als Titel für transzendentale (in der Parallele für rein psychologische) Probleme auftreten und als echte Probleme des subjektiven „Ursprungs“ in Arbeit genommen werden sollen.“ (p. 86) #Husserl #Horizontstruktur #Intentionalität

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Genetische Phänomenologie

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„Mit der Lehre vom Ich als Pol seiner Akte und als Substrat von Habitualitäten haben wir schon, und in einem bedeutsamen Punkt, die Problematik der phänomenologischen Genesis berührt, und damit die Stufe der genetischen Phänomenologie.“ (p. 103) #Husserl #GenetischePhänomenologie

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Der Philosoph

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„Fürs erste: Jeder, der ernstlich Philosoph werden will, muß sich einmal im Leben auf sich selbst zurückziehen und in sich den Umsturz aller vorgegebenen Wissenschaften und ihren Neubau versuchen. Philosophie ist eine ganz persönliche Angelegenheit des Philosophierenden. Es handelt sich um s e i n e sapientia universalis, das ist um s e i n ins Universale fortstrebendes Wissen – aber um ein echt wissenschaftliches, das er von Anfang an und in jedem Schritte absolut verantworten kann aus s e i n e n absolut einsichtigen Gründen.“ (p. 4) #Husserl #Philosoph

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Die als wirklich geltende Welt

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„Die freie Epoché hinsichtlich des Seins der erscheinenden und überhaupt für mich als wirklich geltenden Welt – als wirklich in der früheren natürlichen Einstellung – zeigt ja diese größte und wunderbarste aller Tatsachen, nämlich daß ich und mein Leben in meiner Seinsgeltung unberührt bleibt, ob nun die Welt ist oder nicht ist oder wie immer darüber entschieden werden mag. Sage ich im natürlichen Leben: »Ich bin, ich denke, ich lebe«, so sagt das: Ich, diese menschliche Person unter andern Menschen in der Welt, durch meinen körperlichen Leib im realen Zusammenhang der Natur stehend, in den nun auch meine cogitationes, meine Wahrnehmungen, Erinnerungen, Urteile usw. als psychophysische Tatsachen eingegliedert sind.“ (p. 10) #Husserl #Epoché #Sein #Welt

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.

Husserl: Vervollkommnung

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„Vervollkommnung vollzieht sich dann als synthetischer Fortgang einstimmiger Erfahrungen, in der diese Mitmeinungen zur erfüllenden wirklichen Erfahrung kommen. Die entsprechende Idee der Vollkommenheit wäre die der adäquaten Evidenz, wobei es offen bleiben mag, ob sie nicht prinzipiell im Unendlichen liegt.“ (p. 55) #Husserl #Vervollkommnung #Erfahrung

Husserl, Edmund, Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge; Bd. 1 (Husserliana). Dordrecht: Springer 21991.