„Der Begriff der Identität, ehemals viel diskutiert, scheint heute an Sprengkraft verloren zu haben. Die Gründe hierfür sind wohl darin zu suchen, dass Medialität mittlerweile an die Stelle von Anthropozentrik und Subjektzentrierung getreten ist.
Daher wird hier erstmals ein Identitätsbegriff vorgeschlagen und entwickelt, der nicht mehr der Kontinuitätsvorstellung folgt, sondern den Ereignischarakter von Identität hervorhebt und der daher für Philosophie und Sozialwissenschaften gleichermaßen anschlussfähig ist.“ #Röttgers #Identität #Ereignis
Archiv der Kategorie: Sozialphilosophie
Weber: Macht
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„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“ (p. 28) #Weber #Macht
Weber: Herrschaft
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„Herrschaft soll heißen die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden“. (p. 28) #Weber #Herrschaft
Gerhardt: Demokratie
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„In der Demokratie hingegen (und in dieser vermeintlichen Schwäche liegt eine ihrer größten Stärken) sind die Kompromisse selbst Gegenstand des öffentlichen Handelns. Damit erlauben sie dem informierten Bürger den Nachvollzug dessen, was sich als erklärte Politik vollzieht. Auch dadurch bietet die Demokratie jedem Einzelnen die Chance, das politische Handeln am Leitfaden seiner eigenen Einsichten nachzuvollziehen. Im Idealfall ist die Demokratie die einzige Herrschaftsform, die im Vollzug ihres Handelns über ihre eigenen Funktionsbedingungen aufklärt.“ (p. 9) #Gerhardt #Demokratie
Weber: Soziale Beziehung
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„Eine soziale Beziehung (gleichviel ob Vergemeinschaftung oder Vergesellschaftung) soll nach außen ‚offen‘ heißen, wenn und insoweit die Teilnahme an dem an ihrem Sinngehalt orientierten gegenseitigen sozialen Handeln, welches sie konstituiert, nach ihren geltenden Ordnungen niemand verwehrt wird, der dazu tatsächlich in der Lage und geneigt ist.“ (p. 23) #Weber #SozialeBeziehung