Luhmann: Der Staat

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“Der Staat hat es mit Störungsabwehr, mit Ruhe und Ordnung zu tun.” (p. 203f.) #Luhmann #Staat

Luhmann, Niklas, Die Politik der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 2002.

Luhmann: Legitimität der Staatsgewalt

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“Obwohl die Legitimität der Staatsgewalt (als Teil ihres Begriffs) automatisch zufällt, ist sie trotzdem Gegenstand kontinuierlicher Bemühung. Sie muß in der Unterscheidung legitim/nicht-legitim behauptet werden. Auf operativer Ebene heißt dies, daß die Staatsgewalt Verletzungen ihrer Regeln nicht gleichmütig geschehen lassen kann, sondern sich zeigen und reagieren muß. Auf semantischer Ebene heißt dies, daß rechtfertigende Gründe (Semantiken, Ideologien) ausgearbeitet werden müssen, die erklären, wofür die legitime Gewalt sich einsetzt. So wird das Legitimieren der Gewalt zu einem Dauergeschäft der Politik, das sich allerdings in wesentlichen Hinsichten auf Selbstverständlichkeiten (Werte) stützen kann.” (p. 193) #Luhmann #Legitimität #Staatsgewalt

Luhmann, Niklas, Die Politik der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 2002.

Luhmann: Werte und Zwecke

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“Werte unterscheiden sich, das ist mindestens seit dem 18. Jahrhundert klargestellt, von Zwecken oder bloßen Präferenzen, die erst vor einem Hintergrund von Motiven oder Interessen oder eben Werten festgelegt werden. Werte bleiben dabei Gesichtspunkte des Bevorzugens, aber solche, die zugleich einen normativen Anspruch auf Anerkennung zur Geltung bringen.” (p. 178) #Luhmann #Werte #Zwecke #Präferenzen

Luhmann, Niklas, Die Politik der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 2002.

Rousseau: Zwang zum Gemeinwillen

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“Wer dem Gemeinwillen den Gehorsam verweigert, muß durch den ganzen Körper dazu gezwungen werden. Das heißt nichts anderes, als daß man ihn dazu zwingt, frei zu sein. Die Hingabe eines jeden Staatsbürgers an das Vaterland ist die Bedingung, die den Bürger vor jeder persönlichen Abhängigkeit beschützt.” (p. 77f.) #Rousseau #Gemeinwillen #Körper #Zwang

Rousseau, Jean-Jacques, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes, in: Politische Schriften; Bd. 1. Paderborn: Ferdinand Schöningh 1977, 59–208.

Koselleck: Der Gemeinwille

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“Es ist der Gemeinwille, über den scheinbar der Mensch als Bürger, in Wirklichkeit die jeweiligen Führer verfügen, die es verstehen, ihre wahre Macht durch allseitigen Konformitätsdruck zum Verschwinden zu bringen.” (p. 139) #Koselleck #Gemeinwille #Führer

Koselleck, Reinhart, Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt. Frankfurt/M.: Suhrkamp Verlag 31979.