Serres: La circonstance

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„Pour cette raison récurrente, j’aimerais appeler tout fait historique une circonstance, interprétée autrement que comme un événement mineur à la périphérie d’un autre plus important. Elle existe, certes, de manière notable, stable, incontestablestance —, mais, en outre, elle indique, en puissance, tous les sens possibles, comme une rotonde ou un poteau indicateur — circon. Circonstance signifie rond-point muni de panneaux de direction: nul ne sait les effets de cet événement, ce que promet son devenir; il peut se diriger vers ici ou là, d’où l’étoile de ses possibilités. Totipotente, au moins multivalente par ce rayonnement, la circonstance devient monovalente pendant un laps de temps assez court, pendant un trajet quasi ponctuel où tout le monde la reconnaît alors comme un fait; elle prend donc un sens unique pendant ce micro-parcours, pour reprendre assez vite sa multivalence, car nul sait à nouveau ce qu’il en adviendra.“ (p. 169) #Serres #circonstance

Foucault: Die Begriffsformation

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“Nicht die theoretische Wahl hat die Formation des Begriffs reguliert, sondern er hat sie durch die Vermittlung der spezifischen Regeln der Begriffsformation und durch das Spiel der Beziehungen, die er mit dieser Ebene unterhält, produziert.” (p. 108) #Foucault #Begriffsformation

Braudel: Structure

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„La seconde, bien plus utile, est le mot de structure. Bon ou mauvais, celui-ci domine les problèmes de la longue durée. Par structure, les observateurs du social entendent une organisation, une cohérence, des rapports assez fixes entre réalités et masses sociales. Pour nous, historiens, une structure est sans doute assemblage, architecture, mais plus encore une réalité que le temps use mal et véhicule très longuement.“ (p. 731) #Braudel #structure #LongueDurée

Foucault: Formationssysteme

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“Diese Formationssysteme dürfen nicht für unbewegliche Blöcke, für statische Formen gehalten werden, die sich von außen dem Diskurs auferlegen und ein für allemal seine Merkmale und Möglichkeiten definieren würden. Es sind keine Zwänge, die ihren Ursprung in den Gedanken der Menschen oder im Spiel ihrer Repräsentationen hätten, aber es sind auch keine Determinationen, die, auf der Ebene der Institu­tionen oder der gesellschaftlichen Beziehungen oder der Öko­nomie geformt, sich gewaltsam an der Oberfläche der Dis­kurse umschrieben. Diese Systeme – man hat schon mit Nachdruck darauf hingewiesen – ruhen im Diskurs selbst; oder vielmehr (da es sich nicht um seine Innerlichkeit und um das handelt, was sie enthalten kann, sondern um seine spezifische Existenz und um seine Bedingungen) an seiner Grenze, an jener Grenze, an der die spezifischen Regeln definiert werden, die ihn als solchen existieren lassen. Unter Formationssystem muß man also ein komplexes Bündel von Beziehungen verstehen, die als Regel funktionieren: Es schreibt das vor, was in einer diskursiven Praxis in Beziehung gesetzt werden mußte, damit diese sich auf dieses oder jenes Objekt bezieht, damit sie diese oder jene Äußerung zum Zuge bringt, damit sie diesen der jenen Begriff benutzt, damit sie diese oder jene Strategie organisiert. Ein Formationssystem in seiner besonderen Individualität zu definieren, heißt also, einen Diskurs oder eine Gruppe von Aussagen durch die Regelmäßigkeit einer Praxis zu charakterisieren.” (p. 108) #Foucault #Formationssystem #Diskurs #System #Grenze #Regeln #Praxis

Derrida: Festival and Incest

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„What follows the festival? The age of the supplement, of articulation, of signs, of representatives. That is the age of the prohibition of incest. Before the festival, there was no incest because there was no prohibition of incest and no society. After the festival there is no more incest because it is forbidden.“ (p. 263) #Derrida #festival #incest