„Genau das aber wird durch die Übersprungshandlungen des Weltrettungskonferenzbetriebs und die Magie vom grünen Wachstum suggeriert: Die Zukunft wird sein wie jetzt, nur nachhaltiger. Deshalb kriegt man auch regelmäßig zu hören, man könne doch den nachrückenden Gesellschaften nicht den Lebensstandard verwehren, den man für sich selbst in Anspruch nähme, wenn man davon spricht, dass die Leitkultur des Verbrauchs und der Verschwendung, der die westlich geprägten Industrieländer frönen, zurückgeführt werden muss auf ein überlebensverträgliches Maß. Diese Argument ist ideologisch, weil es füglich davon absieht, wie riesengroß die Unterschiede in den Lebenslagen und natürlich im Ressourcenverbrauch weltweit sind und weil die immer wiederholte Behauptung, alle wollten so sein wie wir, nichts anderes ist als eine psychologisch leicht durchschaubare Legitimation unseres idiotischen Lebensstils: Wenn alle das nachmachen, muss es ja wohl richtig sein, auch wenn die Zukunft dabei draufgeht.“ (p. 87) #Welzer #Weltrettungskonferenz #GrünesWachstum
Heidegger: Sein und Werden
Zitat
„Das Wesen des Seienden ist das Werden, aber das Werdende ist und hat Sein erst in der schaffenden Verklärung. Das Seiende und das Werdende sind zusammengeschlossen in dem Grundgedanken, daß das Werdende ist, indem es seiend wird und werdend ist im Schaffen. Dieses Seiendwerden aber wird zum werdenden Seienden im ständigen Werden des Festgewordenen als eines Erstarrten zum Festgemachten als der befreienden Verklärung.“ (I, p. 418) #Heidegger #Sein #Werden
Rancière: L’humanisme fonctionne toujours comme le discours d’une classe en lutte
Zitat
„L’homme, cela a été le Prince ou la Bourgeoisie. Cela peut être aussi le cadre, voire le dirigeant du Parti. Mais aussi, selon une loi essentielle de l’idéologie, cela peut être le concept où s’affirme la protestation et la volonté de ceux qui se révoltent contre leur pouvoir. L’humanisme fonctionne toujours comme le discours d’une classe en lutte.“ (p. 247) #Rancière #humanisme #classe #lutte
Derrida: The Moment of the Festival is the Moment of Pure Continuity
Zitat
„Rousseau’s festival excludes play. The moment of the festival is the moment of pure continuity, of in-differance between the time of desire and the time of pleasure. Before the festival, in the state of pure nature, there is no experience of the continuous; after the festival the experience of the discontinuous begins; the festival is the model of the continuous experience.“ (p. 263) #Derrida #Rousseau #festival #continuity
Rancière: Le partage du sensible
Zitat
„J’appelle partage du sensible ce système d’évidences sensibles qui donne à voir en même temps l’existence d’un commun et les découpages qui y définissent les places et les parts respectives. Un partage du sensible fixe donc en même temps un commun partagé et des parts exclusives.“ (p. 12) #Rancière #PartageDuSensible