Röttgers: Das Selbst im Text

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„Das Selbst im Text ist der jeweils Sprechende, der seine Position auch mit dem Wörtchen ‚ich‘ markieren kann, ohne dass ein Ich jenseits bzw. vor allem Text unterstellt werden müsste. Der Andere ist der jeweils Hörende, derjenige, der im Sprechen des Selbst Adressierte. Der Dritte beobachtet und interveniert gegebenenfalls. Erst durch den Dritten wird das Soziale konstituiert, das über pure Intersubjektivität oder Intersubjektivitätsverkettungen hinausgeht.“ (p. 103) #Röttgers #Selbst #Anderer #Dritter #Ich #Soziale #Text

Röttgers, Kurt, Fremd-Körper im Text, in: Werner L. Hohmann/David Schraven (Hgg.), Identität: Das Eigene, das Andere und das Fremde. Essen: Correctiv 2020, 102–115.

Adorno: Das transzendentale Subjekt und die Wahrheit

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„Als äußerster Grenzfall von Ideologie rückt das transzendentale Subjekt dicht an die Wahrheit. Die transzendentale Allgemein­heit ist keine bloße narzißtische Selbsterhöhung des Ichs, nicht die Hybris seiner Autonomie, sondern hat ihre Realität an der durchs Äquivalenzprinzip sich durchsetzenden und verewigenden Herr­schaft.“ (p. 178) #Adorno #Ideologie #Subjekt #Wahrheit #Ich

Adorno, Theodor W., Negative Dialektik. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1966.

Hegel: Gewißheit

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„Ich habe die Gewißheit durch ein anderes, nämlich die Sache; und diese ist ebenso in der Gewißheit durch ein anderes, nämlich durch Ich.“ (p. 76) #Hegel #Gewißheit #Sache #Ich

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Phänomenologie des Geistes. Frankfurt/M.: Suhrkamp 21975.

Tätowierung

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Tätowierung – Die Seele wohnt an jenem nahezu punktförmigen Ort, an dem das »ich« sich entscheidet.“ (p. 17) #Tätowierung #Seele #Ich

Serres, Michel, Die fünf Sinne. Eine Philosophie der Gemenge und Gemische. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1998. 468 S.