„[Wittgenstein] besagt mit diesem Terminus [i.e. Sprachspiele], daß jede dieser verschiedenen Aussagekategorien durch Regeln, die ihre Eigenschaften und ihren möglichen Gebrauch spezifizieren, determinierbar sein muß, genauso wie sich das Sprachspiel durch einen Komplex von Regeln definiert, der die Eigenschaften der Figuren oder auch die erlaubte Art sie zu bewegen bestimmt.“ (p. 23) #Lyotard #Wittgenstein #Sprachspiele
Lyotard: Konsens und Gerechtigkeit
Zitat
„Der Konsens ist ein veralteter und suspekter Wert geworden, nicht aber die Gerechtigkeit. Man muß also zu einer Idee und einer Praxis der Gerechtigkeit gelangen, die nicht an jene des Konsens gebunden wäre.“ (p. 122f) #Lyotard #Konsens #Gerechtigkeit
Spinoza: The Primary and Sole Foundation of Virtue
Zitat
„The primary and sole foundation of virtue or of the proper conduct of life is to seek our own profit. But in order to determine what reason prescribes as profitable, we had no regard to the eternity of the mind. Therefore, although we were at that time ignorant that the mind is eternal, we considered as of primary importance those things which we have shown are related to strength of mind and generosity; and therefore, even if we were now ignorant of the eternity of the mind, we should consider those commands of reason as of primary importance.“ (The Eternity of the Mind, Conclusion) #Spinoza #virtue #profit
Günther: Unbestimmtheitsrelation
Zitat
„Das logische Problem der Unbestimmtheitsrelation läuft nun darauf hinaus, dass nur für den theoretischen Physiker Ort und Impuls voll konjunktiv gegeben sind. D.h. beide sind hier in einem System der mathematischen Reflexion vereinigt und „und“ hat hier die Bedeutung p∧Dq. Anders liegen die Dinge für den experimentellen Beobachter! Er arbeitet in zwei komplementären Beobachtungssystemen, die entweder Ort oder Impuls ergeben. Es tritt also auf experimenteller Basis ein disjunktives Element ein, das die ursprüngliche Konjunktion abschwächt. Nur abschwächt! Denn die Konjunktion als solche bleibt bestehen!“ (p. 3) #Günther #Unbestimmtheitsrelation
Rousseau: Der Gemeinwille und die Gleichheit
Zitat
„Tatsächlich ist es nicht unmöglich, daß ein Einzelwille mit dem Gemeinwillen in irgendeinem Punkt übereinstimmt; aber es ist unmöglich, daß diese Übereinstimmung dauerhaft und beständig ist. Denn der Einzelwille strebt seiner Natur nach nach Bevorzugung, der Gemeinwille dagegen nach Gleichheit.“ (p. 84f.) #Rousseau #Gemeinwille #Gleichheit