„Der Staat hat es mit Störungsabwehr, mit Ruhe und Ordnung zu tun.“ (p. 203f.) #Luhmann #Staat
Luhmann: Legitimität der Staatsgewalt
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„Obwohl die Legitimität der Staatsgewalt (als Teil ihres Begriffs) automatisch zufällt, ist sie trotzdem Gegenstand kontinuierlicher Bemühung. Sie muß in der Unterscheidung legitim/nicht-legitim behauptet werden. Auf operativer Ebene heißt dies, daß die Staatsgewalt Verletzungen ihrer Regeln nicht gleichmütig geschehen lassen kann, sondern sich zeigen und reagieren muß. Auf semantischer Ebene heißt dies, daß rechtfertigende Gründe (Semantiken, Ideologien) ausgearbeitet werden müssen, die erklären, wofür die legitime Gewalt sich einsetzt. So wird das Legitimieren der Gewalt zu einem Dauergeschäft der Politik, das sich allerdings in wesentlichen Hinsichten auf Selbstverständlichkeiten (Werte) stützen kann.“ (p. 193) #Luhmann #Legitimität #Staatsgewalt
Günther: Der Zusammenbruch des mathematisch-physikalischen Weltbildes
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„Der Zusammenbruch des mathematisch-physikalischen Weltbildes ist ebenso nachhaltig und radikal wie der der historisch-metaphysischen Weltanschauung des Idealismus. Auf beiden Seiten macht sich dieselbe geistige Anarchie breit. Dem Irrationalismus und Nihilismus der Existenzphilosophie entspricht auf mathematischer Seite der direkte Widerspruch zwischen transfiniter Mengenlehre und Intuitionismus. Dazu beginnen die physikalischen Grundvorstellungen sich aufzulösen. Für Plato und die ihm folgende klassische Naturwissenschaft stellen Materie und „leerer“ Raum eine totale Disjunktion dar. Der Raum ist das absolute Nichts (Timaios). In den quanten-theoretischen Theorien aber beginnt die scharfe Grenze zwischen Raum und materiellem Gegenstand im Raum allmählich zu verschwimmen. Analoges begibt sich zwischen Raum und Zeit. Seit Minkowski und Einstein ist es erlaubt, die Zeit als imaginäre Raumkoordinate zu behandeln. Auch nicht ein einziger der traditionellen klassischen Grundbegriffe will seine alte Gestalt behalten.“ (p. 55) #Günther #Weltbild #Existenzphilosophie #Naturwissenschaft #Raum #Zeit
Rousseau: L’amour
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„[E]t du pur cristal des fontaines sortirent les premiers feux de l’amour.“ (p. 137) #Rousseau #amour
Luhmann: Werte und Zwecke
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„Werte unterscheiden sich, das ist mindestens seit dem 18. Jahrhundert klargestellt, von Zwecken oder bloßen Präferenzen, die erst vor einem Hintergrund von Motiven oder Interessen oder eben Werten festgelegt werden. Werte bleiben dabei Gesichtspunkte des Bevorzugens, aber solche, die zugleich einen normativen Anspruch auf Anerkennung zur Geltung bringen.“ (p. 178) #Luhmann #Werte #Zwecke #Präferenzen